Zylinderdeckeldichtung/Nockenwellenversteller-Dichtung tauschen - Halbmondähnliches Plastikteil

  • Hallo,


    ich habe da ein Problem mit meinem Audi A6 4B 2.4L 121 Kw.
    Ich habe erst vor kurzem beide Zylinderdeckeldichtungen erneuert die auch dicht sind. Trotzdem verliert die Kiste gehörig viel Öl beim fahren.
    In einer der Packungen lag ein rotes halbmondartiges Plastikteil.
    Nun sagte man mir das das wahrscheinlich der Grund für die Undichtigkeit sei. Wo sitzt bitte das Teil und wie kann ich es auswechseln?
    So kann ich nicht mehr fahren. Es geht um die Beifahrerseite und das Öl läuft voll auf den Auspuffkrümmer drauf und qualmt wie die Sau.
    Habe Angst das ich die Kiste abfackele.
    Angeblich soll es im Kettenspanner, also darunter sitzen. Darf ich den denn einfach wegbauen, das Teil tauschen und den Spanner wieder draufsetzen????
    Ich habe keine Ahnung wie das geht.
    Bitte dringend um Hilfe.
    :cursing: ?( ?( ?(

  • Das rote Teil gehört zur Nockenwellenverstellerdichtung welche bei dir undicht ist. Das heist Deckel wieder runter die Schrauben des NWV raus und mit chinesischen Kinderhänden sowohl die Metalldichtung als auch den Halbmond wechseln dazu musst du den NWV mit der einen Hand soweit wie möglich hochziehen und die Metalldichtung rausfummeln, danach Halbmond einsetzen und darauf achten das der sauber sitzt, danach Metalldichtung reinfummeln und alles wieder zusammenschrauben. Dichtung einkleben vom Ventildeckel und dann ist Ruhe.


    Wenn du den NWV / Spanner ganz runterbauen willst müssen die Nockenwellen raus und der ZR demzufolge auch runter.


    NWV = Nockenwellenversteller :police:

  • Aha, also die berühmte Schwachstelle beim Audi.
    Kannst Du mir den Austausch der Dichtung etwas besser erklären?
    Ich habe das ja noch nie gemacht.

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  • Oehm, dann bleibst Du da auch besser von ...


    Also ne Ventildeckeldichtung tauschen kriegt jeder noch hin, aber die besagte Dichtung tauschen ist "tricky".


    Erstmal müssen alle Schrauben von dem Ventildeckel ab.


    Deckel abheben.


    Dann sitzt hinten der Nockenwellenversteller(da läuft ne Steuerkette drüber)


    Der is mit 3 oder 4 Torxschrauben glaub 30 oder 35 Festgeschraubt.


    Das Problem ist, ohne passendes Spezialwerkzeug ist der Spanner komplett ausgefahren.
    Normalerweise würde man jetzt das Spezialwerkzeug eindrehen und der Spanner fährt zusammen.
    Dann markiert man sich (zur sicherheit) die Position der Kette an den Nockenwellenrädern.


    Danach kann man den Nockenwellenversteller ca 1-1.5 cm bewegen, ohne das er raus kann.(Die Kette hält Ihn fest)
    Darunter ist eine Metalldichtung und der besagte rote Halbmond.


    Alten raus, neuen Einkleben und Metalldichtung auch mit Dichtmasse einsetzen.
    Dann das ganze Rückwärts.


    Da Du allerdings kein Spezialwerkzeug hast, kannst Du den Spanner vielleicht nur so 0.5mm bewegen, was Ziemlich haarig wird beim Einbau.
    Allein die Dichtmumpe so reinzukriegen das Du die Ölbohrung nicht verstopfst während der Spanner draufhockt ist ... Tricky.
    In dem Spanner sind arretierungen für die Dichtung, die kannst Du also nicht ohne den Spanner mehrfach zu bewegen in die Richtige Position bringen.
    Wenns soweit ist, ist die Dichtmumpe meistens überall nur nicht da wo sie hin soll ...


    Kann Dir also nur davon abraten ...

  • Das Problem ist, ohne passendes Spezialwerkzeug ist der Spanner komplett ausgefahren.
    Normalerweise würde man jetzt das Spezialwerkzeug eindrehen und der Spanner fährt zusammen.

    Ja es gibt noch freundlich Audiwerkstätten. Habe das Werkzeug ausgeliehen bekommen. Mache mich jetzt mal an die Arbeit und halte alles mit der Kamera fest. Bilder stelle ich später dann ein. Scheint ja ein häufiges Problem zu sein und ich denke es sind viele froh wenn sie wissen wie man das macht.

  • Hallo,


    so habe mich heute an des Auswechseln der linken Nockenwellenverstellerdichtung bei meinem Audi A6, 4B. 2.4 gemacht.
    Es geht hier um den halbmondförmigen Gummidichtsatz mit Metalldichtung.
    Dichtsatz mit Bestellnummer von Audi original:



    Zuerst klar, Motorhaube auf und mal blöd reinschauen:


    Dann habe ich die Motorabdeckung, große Mitte und kleine links abgebaut.
    Luftfilterabdeckung runter, Luftansaugschlauch und Luftfilter auch raus.
    Dann hat man genug Platz.



    Dann Zündkerzenstecker raus, Den Schlauch auf dem Ventildeckel auch abziehen, geht ganz einfach.
    Verbindung der Metallleitung mit dem Ventildeckel auch lösen und zur Seite drehen (bitte nur die Halterung).
    Dann unten am Ölmessstab die Halterung des Ölmessstabes auch lösen. Bitte das Teil dann einfach nur so stehen lassen. Nicht verbiegen oder so.
    Könnte abbrechen. Aber so kann man später den Ventildeckel ganz leicht ohne Probleme abheben und wieder einsetzen.



    Nicht vergessen die drei Zündkerzenstecker abzuziehen und einfach auf die rechte Motorseite rüberlegen.


    Dann Ventildeckel runternehmen.
    Bei mir habe ich dann die Dichtung ganz vorsichtig rausgenommen, vom Öl abgetrocknet und weggelegt. Die kommt wieder rein.
    Meine habe ich erst vor drei Wochen gewechselt und der Wagen ist damit nur einmal kurz gelaufen.


    Ich habe mir beim Audi / VW Händler das Spezialwerkzeug geholt mit dem man den Kettenspanner entspannen kann.
    Dadurch kommt man auf ca. 1 bis 1,5 cm Spielraum wenn man dann den Nockenwellenversteller abschraubt um darunter die Metalldichtung und den Gummihalbmond zu wechseln.
    Auf dem Foto sieht man sehr schön wie man das Werkzeug ansetzt.



    Spezialwerkzeug
    VW Audi Werkzeug 3366 kostet bei Ebay zwischen 8 und 10 Euro



    Schwarzes oberes Kunsstoff - T - Teteil oben auf die Führung des Kettenspanners ansetzen und zwischen Kette und Führung einsetzen.
    Die in diesem Kunststoffteil befindliche Imbusschraube senkrecht nach unten in das vorhandene Gewinde im Zylinderkopf einschrauben und dann mit einem Imbus langsam weiter einschrauben. Wenn der Widerstand zu groß wird aufhören. lieber 1 - 2 mm weniger Spielraum als einen kaputten Motor.
    Dann die drei Sternschrauben mit dem der Nockenwellenversteller festgeschraubt ist lösen. Vorne vor den Nockenwellenversteller muß auch noch eine Schraube gelöst werden. aber nur eine. Auf meinem Foto mit dem Spezialwerkzeug ist es die links direkt neben dem angesetzten Werkzeug. Das Teil muß dann gerade angehoben werden. Es sitzt wie ein kleiner Zylinder im Zylinderkopf mit drin. Schaut euch mal bei Ebay diese teile an. Da werden sie auch oft von unten gezeigt. Dann weiß man auch sofort wie die Metalldichtung einzusetzen ist. Ich habe dann mit einem kleinen Gummihammer den Nockenwellenversteller gelöst. Er ließ sich nicht ganz 15 mm anheben. Das reicht um die alte Metalldichtung zu entfernen, und den alten Halbmondgummi auszutauschen. Ich habe die Metalldichtung wie auch den Gummihalbmond mit hitzebeständigem Silikon eingestrichen. Da sollte nichts mehr rauskommen.


    Übrigens - bei mir war gar kein Gummihalbmond mehr drin. Entweder hat der sich aufgelöst oder er hat den Abflug gemacht.


    Dann Nockenwellerversteller wieder raufsetzen, die drei Schrauben wieder reindrehen und gut handfest anziehen.
    Ich habe vergessen zu sagen wo der Nockenwellenversteller sitzt. Er sitzt aussen am am Gehäuse (hinter der Kette).
    Bei dem Foto mit dem Spezialwerkzeug kann man noch oben rechts in der Ecke vom Foto einen Teil mit zwei von den drei Sternschrauben sehen.


    Dann Ventildeckeldichtung wieder aufgelegt. An den vier Ecken wo die Dichtung nach oben geknickt wird und an der langen Gumminase das hitzebeständige Silikon als Kleber und zusätzliche Dichtmasse verwenden, bei der Gumminase ruhig etwas mehr nehmen.
    Die komplette Dichtung einzuschmieren, wies oft beschreiben wird, ist grober Unfug.
    Deckel drauf und alles andere wieder wie gehabt befestigen.
    Ich habe dafür 3 Stunden benötigt. Aber ich werde bald auch noch die andere Seite machen.


    Und hier noch ein Foto unter Zuhilfename eines Spiegels um den Nockenwellenversteller mit seiner Dichtung auch mal eingebaut von hinten zu sehen.
    Wie Ihr sehen könnt - bei mir war da nur gähnende Leere. Kein Wunder das die Kiste wie die Sau geölt hat.
    Aber ich weiß das einer meiner Vorbesitzer viel Mist am Auto gemacht hat und ich bade das jetzt aus.
    Beim nächsten Audi kenne ich mich dafür dann Besser aus.



    So ich hoffe mein Beitrag kann einigen mit ähnlichen Problemen helfen. Hört sich schwerer an als es ist.
    Aber nur damit wir uns richtig verstehen - ich übernehme keine Garantie für irgend etwas. Das ist nur die Beschreibung meiner Reparatur.

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  • Super. Danke für den "Leitfaden". Hast du ne besondere Beziehung zu der Werkstatt oder warum haben sie dir das Spezialwerkzeug geliehen? Mein VW-Händler um die Eckt hat mich angeschaut, als ob ich einen an der Klatsche hätte, als ich das mal fragte...

  • Super. Danke für den "Leitfaden". Hast du ne besondere Beziehung zu der Werkstatt oder warum haben sie dir das Spezialwerkzeug geliehen? Mein VW-Händler um die Eckt hat mich angeschaut, als ob ich einen an der Klatsche hätte, als ich das mal fragte...

    Na ja, ich habe als Firmenwagen noch einen Touran und der wird dort gewartet. Muß ich ja nicht bezahlen. Und ich habe schon öfters dort Ersatzteile für meinen Audi gekauft.... und auf dem Land in einem kleinen Dorf kennt man sich halt auch.
    Aber ich habe auch so schon bei anderen Werkstätten Spezialwerkzeug ausgeliehen. Habe meinen Pass und 50 € als Sicherheit da gelassen.
    Aber egal wers ist, vor Freitag Nachmittag geht da nie etwas und Montags um 8 muß alles wieder zurück sein.
    In Bayern geht halt vieles noch was andere schon lange nicht mehr machen.
    :thumbsup:

  • Heute habe ich zusammen mit dem User Helix3387 Die beiden Dichtungen gewechselt. Was soll ich sagen: ca. 4,5h und haufenweise Fummelarbeit. Aber insgesamt geht es. Mein großer Nachteil war leider meine Autogasanlage, da die Leitungen und Schläuche einfach immer und überall im Weg waren. Auf der rechten Seite war bei mir auch keine Halbmonddichtung mehr drin. Ich hoffe jetzt ist alles dicht und ich muss nicht ständig Öl nachkippen. Danke an Helix3387. Lass dir das Becks schmecken :)

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  • Heute habe ich zusammen mit dem User Helix3387 Die beiden Dichtungen gewechselt. Was soll ich sagen: ca. 4,5h und haufenweise Fummelarbeit. Aber insgesamt geht es. Mein großer Nachteil war leider meine Autogasanlage, da die Leitungen und Schläuche einfach immer und überall im Weg waren. Auf der rechten Seite war bei mir auch keine Halbmonddichtung mehr drin. Ich hoffe jetzt ist alles dicht und ich muss nicht ständig Öl nachkippen. Danke an Helix3387. Lass dir das Becks schmecken :)


    So muß das sein zusammen Arbeit macht immer noch am meisten Spaß.

  • Heute habe ich zusammen mit dem User Helix3387 Die beiden Dichtungen gewechselt. Was soll ich sagen: ca. 4,5h und haufenweise Fummelarbeit. Aber insgesamt geht es. Mein großer Nachteil war leider meine Autogasanlage, da die Leitungen und Schläuche einfach immer und überall im Weg waren. Auf der rechten Seite war bei mir auch keine Halbmonddichtung mehr drin. Ich hoffe jetzt ist alles dicht und ich muss nicht ständig Öl nachkippen. Danke an Helix3387. Lass dir das Becks schmecken :)


    Danke das werde ich.


    Ich fands sehr lustig und mal toll sich austauschen zu können, schreit nach wiederholung, aber dann bitte keine Dichtungen :-) Lieber Zündkabel ;-)


    Lg Sebi

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  • Bloß nicht nochmal den mist...

    Freut mich das es bei Dir geklappt hat. Ich muß das ja nun noch einmal auf der anderen Seite machen. Mit 4.5 Stunden für beide Seiten hast Du das ja relativ schnell gemacht.
    Und freue Dich, Du hast damit gut 600 Euro gespart. Audi nimmt dafür pro Seite gute 300 Euro. Und Die bauen dann auch gleich den Zahnriemen raus und heben die Nockenwellen raus. Klar kommt man dann besser dran - kostet dafür aber einiges mehr.
    :thumbsup:

  • Fahrerseite ist tricky: Da man das Schutzblech des Zahnriemens nicht demontieren kann, muss man den neuen Halbmond da so mit einem Finger rein schubsen. Du wirst es erkennen, wenn du es siehst. Die Metalldichtung bekommt man richtig gut rein, da man BEDEUTEND mehr von dem sieht, was man da macht. Desweiteren ist der Kühlwasserschlauch richtig nervig. Bei dir geht es vermutlich besser, da du keine Autogasanlage hast.

  • Hallihallo,ich bin die Freundin vom "Macher"...ich habe mich jetzt ganz frisch hier bei euch angemeldet.Genau wegen diesem, so super, beschriebenen Fall.
    Wir müssen erstmal diese ganzen Teile besorgen,bevor wir uns dann an die Phasenbeschreibung !mit Bild! ran machen ;-)
    Werde auch Report abliefern.
    Vorweg wollte ich mich nur schonmal für diese Mühe bedanken.Wenn das alles so gut klappt,wie bei den Vorgängern.... dann spart das einen Haufen Geld,einen Haufen Nerven und vor allem Zeit !!
    Mfg Imke

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  • Hi Zusammen,wollte mich nur mal für die Super Anleitung bedanken,..sind vom C4 auf nen C5 V6 umgestiegen...und hatten genau das Problem der pieselnden NWV ...Dank der Anleitung ;Bildern und Teilelisten fluppte das obwohl uns das Sonderwerkzeug um die Ohren flog.... LG Timo

  • hi,


    ich habe mal bei meiner freien Werkstatt nachgefragt,was es kostet die Nockenwellenversteller-Dichtungen zu tauschen, da sagten die mir 900€ und ohne Garantie

    Garantie ist mir egal, aber 900€ die spinnen doch oder? ist das wirklich der normale Preis im Durchschnitt dafür? naja die bauen dafür bestimmt Zahnriemen,Nockenwellen usw alles extra aus was? das ärgerliche bei sowas ist doch immer,das die Preise nicht kundenfreundlich sind,es heisst ja immer man kann es auch schaffen ohne Ausbau der Nockenwellen, Zahnriemen usw,machen die Werkstätten aber nicht


    Zahnriemen Wechsel hab ich erst hinter, mir, daher lohnt das nicht mehr, der Zahnriemenwechsel mit Spannrollen, Umlenkrollen, Wasserpumpe usw kam ca 800€


    bei dem Preis werde ich die Dichtungen sicher nicht machen lassen,zumal ja soviel an Öl nicht verbraucht wird bei meinem A6, vielleicht einmal im halben Jahr ca. kippe ich nen Liter nach, muss aber auch sagen ich fahre wenig.....es qualmt,raucht auch nichts oder dergleichen, nur manchmal merkt man es wenn man geparkt hat, das es minimal leicht verbrannt riecht, sonst nix

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Comments

  • Bilder Teil 2

  • Guten Tag Zusammen habe mir gestern einen Gebrauchten Audi A6 2.5 V6 TDI 163ps gekauft. (190.000km)

    Ich bin über Landstraßen gefahren Autobahn 140 kmh wahr alles inordung, als ich schneller fuhr zwischen 160-180kmh und gebremst habe hatt das ganze Auto vibriert bin total erschrocken es hielt bis 80kmh an dann wahr es weg. Ich weiß leider nicht woran das gelegen wahr. Ist mein 1 Audi was ich fahre und kenne mich nicht so aus kann da jemand helfen?

    MFG andre

    • Wenn er beim bremsen angefangen hat zu vibrieren dann liegt es mit hoher wahrscheinlichkeit an den Bremsenscheiben/Klötze !!

    • Hallo zusammen, ja das kann ich bestätigen, hab mir auch Anfang Dezember meinen A6 geholt, hatte ständig dieses vibrieren. Nun habe ich an der Vorderachse die Scheiben und Klötze tauschen lassen und es ist entlich Ruhe. MfG

    • Vielen Dank für die Antworten bei mir wahren es auch die vorderen Bremsen und mein Antriebswellengelenk rechts aussen wahr defekt

    • hallo, Ich wollte PDC Stg.einbauen mit 8x sensoren vorne+hinten.WAUZZZ4G1DN064854 Was für PDC Stg passt für mein auto schaltgetriebe und start-stop funktion