Subwoofer und Endstufe nachrüsten im 4G Avant

  • Hallo,


    ich habe begonnen, mir einen ordentlicheren Subwoofer nachzurüsten und bin damit bald fertig. Ich dokumentiere den Umbau nach und nach.


    Ausgangssituation war das Audi-System ohne Bose, B&O oder ähnliches. Geplant waren 2x ARC8 Subs in einem Bassreflex-Gehäuse in der Reserveradmulde an einer Hertz HCP-1DK. Von dem Plan bin ich dann noch abgewichen. Dazu später mehr.


    Die originale Deckplatte im Kofferraum habe ich rausgenommen. Dazu muss man nur die Sitze umklappen, dann kann man sie nach vorne wegschieben. Den Wanneneinsatz, in dem sich Wagenheber, Dichtmittel und Co befinden, kann man einfach rausnehmen.


    Hier sollte der Sub Dann rein:


    Wie man sieht nimmt die Batterie einen guten Teil des Platzes ein. Daher habe ich mich dazu entschieden, mit GFK und Epoxidharz zu arbeiten, um möglichst viel Volumen herauszuholen. Mein Ziel waren 45 Liter, um genug Volumen für die beiden ARCs samt Reflexkanal und Eigenvolumen zu haben.


    die ARCs sollten es sein, da für größere Magnete um die Batterie herum nicht viel Platz ist, und die ARCs sind echt gigantisch für ihre Größe.


    Erst mal mussten nun alle Verkleidungen im Kofferraum raus.


    Die beiden Befestigungsschienen sind jeweils mit 4 Torx-Schrauben (T40) befestigt. Dann kann man sie hochnehmen.


    Die Heckabschlussleiste ist mit 3 Torx-Schrauben T20 befestigt. Außerdem ist sie geclipst. Sie lässt sich nach oben wegziehen. Danach müssen ggf. die 4 Metallclips wieder an der Leiste befestigt werden, falls sie stecken geblieben sind.


    Nun geht es an die Seitenverkleidungen:

    Zunächst wird das rechte Seitenfach an der oberen Seite rausgehebelt.



    Dahinter muss man dann den Stecker der Steckdose lösen.

    Auf der linken Seite muss nur die Klappe ab. Der Rest ist auf beiden Seiten gleich.


    Nun die T20-Torx-Schraube unter dem Abdeckrollo lösen.


    Unter dem Hebel der Sitzentriegelungen befindet sich je Seite eine T25-Torx-Schraube unter einer kleinen Abdeckung, die man raushebelt.


    Nun müssen noch die Innenleuchten hinten rausgehebelt werden, dann Stecker lösen.


    Jetzt sind die Verkleidungen nur noch gesteckt. Hinten kräftig zum Innenraum ziehen. Dann zieht man 3 Metallsteckverbindungen heraus. Auch hier ggf. neu befestigen.



    Die Verkleidung ist unter C- und D-Säule eingehakt. Hier hilft es, etwas nach unten zu ziehen. Außerdem muss dass seitliche Polster unter den Gurten bei den hinteren Sitzen nach unten weggehebelt werden.



    Die Seiten sind dann ab. Die Bautenzüge der Sitzentriegelung hängt man aus.


    Jetzt noch die Metallträger lösen, auf denen die Schienen befestigt waren:



    Die vorderen Träger sind je mit zwei 10er Muttern befestigt, die hinteren je mit einer 17er Mutter.


    Nun kann der Plastikrahmen raus und alles liegt frei.


    Morgen geht es weiter mit Bildern vom eigentlichen Bau...


    Viele Grüße

    Sven :)

  • Ach ja, was ich noch vergessen hatte: der Original-Sub musste natürlich auch noch raus. 3 Schrauben lösen, Stecker ab, fertig.


    Nun sollte es ans Laminieren gehen. Als erstes habe ich den Teppich mit Klebeband befestigt, damit er sich nicht lose zur Mitte wölbt und Volumen verloren geht. Sämtliche Öffnungen, Auskragungen und ähnliches mussten dann mit Klebeband geschlossen oder mit Pappe begradigt werden. Wenn das Harz drin ist und hart wird, muss man die Form ohne Widerstände noch nach oben herausziehen können.


    Dann habe ich Müllsäcke genommen und damit alles großzügig abgedeckt:


    Das sollte verbaut werden: 6-7 kg Epoxidharz und 6-7 qm Glasfasermatten mit 300g/qm (nur Teilmenge auf dem Foto):


    Die Matten habe ich vorab schon mal vorbereitet und ausreichend für gut 5 Schichten plus Verstärkungen an manchen Stellen zurechtgeschnitten, denn mit dem Harz an den Händen lassen sich später solche Sachen nur noch sehr schwer erledigen:


    Endlich konnte es losgehen! Harz und Härter in einem Eimer mithilfe eine Küchenwaage abwiegen, damit das Verhältnis stimmt. Bei meinem Harz war es 2:1. Dann die Matten mit einem Pinsel Matte für Matte überlappend auftragen und tränken. Handschuhe und evtl. Atemschutz nicht vergessen. Dabei möglichst Luftblasen oder ein Abstehen vermeiden. Zur Not die Matten kleiner oder zumindest einschneiden. Dann immer überlappend aufbringen.


    Bin übrigens ganz begeistert, wie angenehm Epoxidharz heutzutage in der Verarbeitung ist. Hatte solche Konstrukte zuletzt vor über 15 Jahren Bei meinen Autos gebaut. Der damals weit verbreitete Polyesterharz war gar nicht vergleichbar. Würde ich nie wieder nehmen, jetzt wo ich modernen Epoxidharz kenne. Mit Polyesterharz bekommt man wegen des wirklich abartigen Geruchs mit Sicherheit Probleme mit der besseren Hälfte und man hat von diesem Geruch auch noch monatelang im Auto was davon. Epoxidharz riecht praktisch gar nicht. Der Mehrpreis lohnt sich!


    Nach dem Aushärten (je nach Temperatur 1-3 Tage) habe ich dann im Wagen eine Linie gezogen, wo die Wanne in der Höhe enden muss, so dass dann der Dremel zum Einsatz kommen konnte:

    Als Nächstes habe ich ein bisschen was Überflüssiges getan :happy:. Ich hatte von der Badezimmerrenovierung noch Duschabdichtung übrig und habe die Wanne in 2 Schichten von innen bestrichen. Das kann man auch lassen, ich hatte es aber übrig und nun ist es quasi dichter als dicht. :lol:


    Ich habe nun die Wanne mal ausgelitert und bin dabei auf knapp 50 Liter gekommen.
    Das war zu viel Volumen für meine beiden ARC8, auch in Bassreflex. Also habe ich mich spontan dazu entschieden, Endstufe und Zusatzbatterie auch noch hier mit einzuarbeiten (sollten ursprünglich ins rechte Seitenteil).


    Mit Pappe habe ich testweise den hinteren Teil abgesondert und mal mit Erde (Wasser geht bei Pappe ja schlecht :lol:) das Volumen gemessen, das verloren ginge:



    10 Liter sind so Flöten gegangen, aber die nun vorhandenen 40 Liter passten besser zu meinen Chassis.


    Also habe ich wieder den Dremel geschwungen, auch wenn es schon etwas im Herzen wehtat, das frisch Gebaute wieder zu zersägen, aber es hatte ja einen Sinn. Im Anschluss musste ich dann neu laminieren an dieser Seite (und auch wieder Duschabdichtung verwenden :lol:). Das kam dabei raus:

    Der Deckel sollte als nächstes folgen. Fortsetzung folgt...

  • So, weiter ging‘s:


    Die Form habe ich auf 19er MDF übertragen und etwa einen guten halben Zentimeter für die Wanddicke abgezogen. Der Deckel sollte eingelassen werden. Dazu habe ich ihn noch an der Unterseite zulaufend mit dem Schleifgerät angeschliffen.


    Hier dann schon mal mit Ausschnitten für die beiden Chassis:


    Als nächstes habe ich eine zweite 19er MDF-Platte genommen und auf der ersten verschraubt und verklebt. Die Chassis sollten dann quasi eingelassen sein. Bei der Deckplatte habe ich außerdem noch alle Ränder mit einer Oberfräse abgerundet.

    Jetzt ging es ans Verbinden und daran, letzte Luftspalten zu schließen. Das habe ich mit Baumwollflocken und Epoxidharz getan.


    Die Verbindungsstellen vorab schon ordentlich einschmieren und dann noch ordentlich von innen und von außen die Verbindungsstellen einkleistern.


    Ach ja, außerdem habe ich noch ein passendes MDF-Stück zwischen Deckel und Batteriefach eingeklebt als weitere Verstärkung.


    Soweit so gut. Nun ist mir allerdings ein Problem aufgefallen, das ich bislang verdrängt hatte. Die Chassis sollten mit Gitter und Bezug in einer Deckplatte abgedeckt werden. Das konnte ich aber nicht mit den Reflexöffnungen machen. Das hätte erstens zur Folge, dass ich ziemlich unpraktische Löcher in der Deckplatte hätte und zweitens, die Reflexkanäle auch dicht hätten an die Deckplatte angebunden werden müssen, um keinen Kammereffekt zu haben.
    Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschieden, umzuplanen und nun statt 2 Chassis in Bassreflex auf 4 Chassis im geschlossenen Gehäuse umzuswitchen. Passte von der Fläche genau und ich hatte netto gut 40 Liter, was für 4 ARC8 gut passt. Also nachträglich noch Öffnungen für 2 weitere Chassis gezaubert:

    Vor dem Beziehen habe ich die Unterseite noch schwarz angesprüht. Nicht wirklich nötig, aber es sollte von allen Seiten ein bisschen was hermachen.


    Nun fehlte noch ein Anschlussterminal. Habe eines von SinusLive mit Schnellstecker genommen.


    Und mit Bezug dann:

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  • Nun ging es an die Elektrik.


    Diese Burschen sollten verbaut werden:


    Hier sieht man einen Großteil der Elektrik, die hinter der Batterie sitzt. Bin mit einem 35er Kabel über eine ANL-Sicherung von der Starterbatterie zu einer Schottky-Diode gegangen und von dort in einen Motorrad-Akku, den ich mit Kabelbindern an der Kofferraummatte festgemacht habe. Der Akku hat natürlich noch ein 35er Massekabel bekommen, mit dem ich an eine Schraube der Batterieabdeckung gegangen bin. Die Endstufe hat ihre Masse ebenfalls von dort und bekommt das Plus von dem Akku. Wegen der Größe der vorhandenen Anschlüsse an der Endstufe reicht hier eine 25er Verkabelung. Die Schottky-Diode habe ich eingebaut, damit die Endstufe auch bei Aus durch die Start-Stopp-Automatik noch vollen Saft bekommt. Der Strom fließt also nur in Richtung Akku, aber nicht zurück. Ach ja für die Befestigung der Endstufe und der Schottky-Diode habe ich ein Brett gebastelt, das in den Ausschnitt des Subs passt, und habe es bezogen. Der Akku verschwindet darunter.


    Die Schottky-Diode habe ich extra zugänglich auf dem Brett verbaut, damit im Notfall bei schwacher Starterbatterie hier ein Kontakt für Starthilfe erreichbar wäre.


    So sieht es dann von oben aus:


    Alle Kabel haben natürlich Aderendhülsen drauf.


    Und so sieht es dann insgesamt (ohne Abdeckplatte) aus:


    Für die Lautsprecherkabel habe ich 2,5 und 4 qmm Kabel genommen. Die Chassis haben jeweils 2x4 Ohm. Jede Spule pro Chassis habe ich parallel geschaltet (= 2 Ohm) und dann jeweils 2 Chassis in Reihe (= 4 Ohm x2). Die beiden Paare dann wieder parallel und nun habe ich für den Monoblock optimale 2 Ohm.


    Die Endstufe bekommt das Musiksignal vom Original-Subwoofer-Kabel. Den Stecker habe ich wegen der Rückrüstbarkeit dran gelassen und habe das Signal einfach mittels Stromdieben abgezwackt und zum High-Level-In der Endstufe geführt. Auf diese Weise hat die Endstufe auch gleich ein Remote-Signal und schaltet automatisch nur ein, wenn das Signal kommt.


    Morgen kommt dann noch der Bau der Abdeckplatte und eine kleine Teileliste. :)

  • Abdeckplatte:


    Zunächst habe ich den Originalboden auf eine 19er MDF-Platte übertragen.


    Dann habe ich ein 2mm starkes Stahlgitter genommen, hab die entsprechende Höhe aus der Platte gefräst und Öffnungen eingesägt:


    Die Ränder der Platte habe ich mit der Oberfräse abgerundet und außerdem eine Griffmulde zum Anheben der Platte eingesägt.


    Das Abdeckgitter habe ich dann eingeklebt:


    Von der Unterseite:


    Von unten dann schwarz lackiert, von der Oberseite schwarz bezogen:


    Und so sah dann der Kofferraum komplett fertig aus:


    Teileliste folgt...

  • Teileliste:

    Viele Grüße

    Sven :)

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Comments

  • Guten Tag Zusammen habe mir gestern einen Gebrauchten Audi A6 2.5 V6 TDI 163ps gekauft. (190.000km)

    Ich bin über Landstraßen gefahren Autobahn 140 kmh wahr alles inordung, als ich schneller fuhr zwischen 160-180kmh und gebremst habe hatt das ganze Auto vibriert bin total erschrocken es hielt bis 80kmh an dann wahr es weg. Ich weiß leider nicht woran das gelegen wahr. Ist mein 1 Audi was ich fahre und kenne mich nicht so aus kann da jemand helfen?

    MFG andre

    • Wenn er beim bremsen angefangen hat zu vibrieren dann liegt es mit hoher wahrscheinlichkeit an den Bremsenscheiben/Klötze !!

    • Hallo zusammen, ja das kann ich bestätigen, hab mir auch Anfang Dezember meinen A6 geholt, hatte ständig dieses vibrieren. Nun habe ich an der Vorderachse die Scheiben und Klötze tauschen lassen und es ist entlich Ruhe. MfG

    • Vielen Dank für die Antworten bei mir wahren es auch die vorderen Bremsen und mein Antriebswellengelenk rechts aussen wahr defekt